Willst Du Gottes Wunder sehen,
musst Du zu den Bienen gehen!
Charlie Smith
Die Bienen
Bienen sind meine wichtigsten Mitarbeiter. Sie gehören zur Klasse der Insekten. Im Gegensatz zur Wildbiene, die eine Einzelgängerin ist, versorgt der Imker Honigbienen, die als eingespielte Gemeinschaft zusammen im Bienenstock leben.
Ein Blumenglöckchen vom Boden hervor
war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor.
Da kam ein Bienlein und naschte fein –
oh, die müssen wohl beide füreinander sein !
Johann Wolfgang von Goethe
Die Bienenkolonie
Das Zusammenleben in so einem Bienenstock ist einfach fantastisch – man spricht von einem Bienenstaat, weil er so gut organisiert ist.
Jeder Stock hat eine einzige Königin, sie ist mit den bloßen Augen von allen anderen Bienen zu unterscheiden, da sie deutlich größer ist. Ihre Aufgabe ist es für Nachkommen zu sorgen. Dafür fliegt eine junge Bienenkönigin zum Hochzeitsflug und wird dabei im Flug von verschiedenen männlichen Bienen (Drohnen) befruchtet. Das reicht, damit sie für den Rest ihres Lebens (3-4 Jahre) Eier legen kann – und zwar unglaubliche 2000 pro Tag.
Neben der Königin leben im Bienenstaat noch die Arbeiterinnen. Für jede Aufgabe im Bienenstaat gibt es eigene Arbeiterbienen. Da sind zum Beispiel die Putzbienen, die die Waben reinigen, dann gibt es Ammen, die sich um den Nachwuchs kümmern, Hausmeisterinnen, die neue Waben bauen und natürlich die Pollensammlerinnen. Welche dieser Aufgaben eine Arbeiterin gerade übernimmt, richtet sich nach ihrem Lebensabschnitt. Im Sommer leben die Arbeiterbienen ca. zwei bis sechs Wochen und übernehmen nacheinander alle diese Aufgaben.
Im Winter dagegen leben Arbeiterbienen vier bis sieben Monate. Während dieser Zeit halten sie durch Vibration ihrer Flügel die Temperatur im Bienenstock hoch – also reine Muskelarbeit.
An die Bienen
Bienen ! Immen ! Sumseriche !
Wer sich je mit euch vergliche,
der verdient, dass man ihn töte !
Dass zumindest er erröte !
Denn, wie ihr in Tal und Berg schafft
ohne Zutun der Gewerkschaft,
ohne Streik und Lohnspirale,
ohne dass man euch bezahle,
täglich, stündlich drauf bedacht,
dass ihr für uns Honig macht,
ihr seid’s wert, dass man euch ehre !
Wobei vorzuschlagen wäre –
ob nun alt ihr, ob Novizen –
euch von heute ab zu siezen !
Unser Dank, unser Applaus
säh in etwa dann so aus:
„Sehr geehrte Honigbienen !
Wir Verbraucher danken Ihnen !“
Heinz Erhardt
Der Bienenschwarm
In den Sommermonaten kann es zur Bildung eines Bienenschwarms kommen. Das ist immer dann der Fall, wenn die alte Bienenkönigin mit einem Teil des Bienenvolks auszieht, um sich ein neues Zuhause zu suchen. Der Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn im alten Bienenstock eine neue Bienenkönigin kurz vor der Geburt, besser gesagt, vor dem Schlüpfen steht. Auf diese Weise können sich die Bienenvölker vermehren.
So ein Bienenschwarm kann wirklich beeindruckend aussehen – das können gerne 15.000 oder mehr Bienen sein. So viele Bienen auf einem Haufen in der Luft oder an einem Ast im Baum sitzend machen ganz schön viel Krach und sehen imposant aus. Sie sind aber keinesfalls angriffslustig, wie man vermuten könnte. Ein Bienenschwarm ist ganz mit seinem Umzug beschäftigt und will keinen Ärger. Nur wenn sich eine Biene bedroht fühlt, kann sie zur Selbstverteidigung ihren Stachel einsetzen.
Was ist jetzt zu tun, wenn man einen Bienenschwarm entdeckt? Am besten einen Imker in der Nähe informieren, der kann die entflogenen Bienen wieder einfangen. Hier in der Region ruft mich gerne unter der Nr. 0157-88226785 an.
Gänseblümchen
Ein Gänseblümchen liebte sehr
ein zweites gegenüber,
drum rief’s: „Ich schicke mit ’nem Gruß
dir eine Biene ‚rüber !“
Da rief das andere: „Du weißt,
ich liebe dich nicht minder,
doch mit der Biene, das lass sein,
sonst kriegen wir noch Kinder !“
Heinz Erhardt