Der Honig

Honig ist zu 100% ein Naturprodukt und das älteste Süßungsmittel der Welt.

Ausgangsstoff ist in den meisten Fällen Blütennektar und teilweise auch Honigtau. Gesammelt von Honigbienen transportieren sie ihn in der Honigblase (auch Honigmagen genannt) in ihren Bienenstock. Dort geben sie den gesammelten Saft an Bienen des Stocks ab, die ihn wiederum in ihrer Honigblase weitertragen und letztendlich in die Waben im Bienenstock einlagern. Ist eine Wabe gefüllt verschließen die Bienen den Honig mit einer dünnen Wachsschicht.

Im Winter ernähren sich die Bienen von ihrem gesammelten Honig. Da wir Menschen ihn aber auch zu schätzen wissen, zweigen wir gerne etwas für uns ab

Wieviel ist ein Glas Honig wert

Gespräch mit der Bienenkönigin:

“Erlauben Sie mir, einen Wunsch zu sagen.

Ich möcht ein Gläschen Honig haben.

Was kostet’s? Ich bin zu zahlen bereit.

Für was Gutes ist mir mein Geld nicht leid.”

“Sie wollen was Gutes für ihr Geld?

Der Preis? Ich verrechne die Arbeitsstunden.

Zwölftausend Stunden waren zu fliegen,

um so viel Honig zusammenzukriegen.

Ja, meine Leute waren fleißig!

Die Stunde? Ich rechne zwei Mark dreißig.

Nun rechnen Sie sich’s selber aus!

27.000 Mark und mehr.

euch von heute ab zu siezen !

Hier ist die Rechnung, Ich bitte sehr!”


Josef Guggenmos (1922)

Dazu entnimmt der Imker den fertigen und unter Wachs versiegelten Honig mit der Wabe. Die obere Wachsschicht wird vom Imker vorsichtig abgetragen und die Wabe anschließend in einer Zentrifuge geschleudert, so dass der klare Honig aufgefangen werden kann. Die leere Wabe bekommen die Bienen für ihre weiter Nektarsammlung zurück. Der Honig wird vom Imker in Gläser abgefüllt oder kann direkt, zum Beispiel auf dem Brötchen, gegessen werden.

Auf die Idee, den Honig zum Süßen von Speisen zu nutzen, sind die Menschen übrigens bereits vor mindestens 9000 Jahren gekommen. Höhlenmalereien aus der Steinzeit zeigen wie Menschen damals als „Honigjäger“ arbeiteten. Später wurde der Honig bewusst zur Jagd auf Bären als Lockmittel eingesetzt.

Aber nicht nur als Lebensmittel, sondern auch in der Heilkunde hat Honig im Laufe der Zeit einen bedeutenden Stellenwert erlangt. Grund dafür sind neben den verschiedenen Zuckern die wertvollen Enzyme, die im Honig enthalten sind. Durch sie hat Honig eine antibakterielle Wirkung und kann das Wachstum vieler Bakterien hemmen.

Und auch in der Kosmetikbranche ist Honig seit jeher ein wichtiger Rohstoff. Selbst die Pharaonin Kleopatra soll täglich in Milch und Honig gebadet haben und noch heute nutzt man gerne den hautpflegenden Effekt des Bienensafts.

Aber vor allem ist Honig eins – lecker